wir beraten Sie gernPigmentflecken Laser

Altersflecken, dunkle Hautflecken, Tattoos u.ä. werden heute vor allem mit Lasern entfernt. Bitte beachten Sie, dass vor jeder Laserbehandlung eines Hautflecks oder Tattoo ein Hautarzt sicherstellen muss, dass kein Muttermal, Hautkrebs oder eine Vorstufe von Hautkrebs vorliegt. Hier wären dann andere Methoden erforderlich, wir beraten Sie gern.

Die besten Laser zur Entfernung von dunklen Hautflecken, Altersflecken und zur Tattoo-Entfernung sind die gütegeschalteten ( = q-switched) Nd:YAG und Rubin-Laser. Beide Lasersysteme sind vergleichbar effektiv.

Wesentlichen Unterschiede in der Leistungsfähigkeit der gütegeschalteten Laser gibt es nicht. Rote und orangefarbene Farbstoffe scheinen etwas besser auf Nd:Yaglaser und Farbstofflaser zu reagieren. Weiß oder Hautfarben lässt sich mit keinem Laser gut entfernen.

Bei der selektiven Photothermolyse werden die Farbpigmente in der Haut mit sehr kurzen Laserimpulsen beschossen. Bisher kann man dazu nur 2 Lasertypen nutzen: die sogenannten „gütegeschalteten“ oder „q-switch“- Rubin-Laser und Nd-Yag-Laser. Beide Laserarten sind nur dann geeignet, wenn sie die Zusatzfunktion „Güteschaltung“ oder „q-switch“ enthalten.

Gütegeschaltet bedeutet, dass Laserlicht über den physikalisch langen Zeitraum von einigen tausendstel Sekunden „gesammelt“ wird und anschließend in einem „komprimierten“ Lichtblitz auf die Haut geschossen wird. Dieser Lichtblitz ist nur wenige Milliardstel Sekunden lang. Die Energieleistung dieses Lichtblitzes ist sehr hoch, etwa 20-40 Megawatt. Das ist die Leistungsfähigkeit von Lokomotiven oder Schiffen.

Der Lichtblitz ist dabei zu kurz, um die Haut zu verbrennen. Das Licht „erkennt“ jedoch „selektiv“ die farbigen Tattoo-Pigmente oder auch den Farbstoff der Altersflecken in der Haut. Die Lichtenergie zertrümmert durch ihre Schockwelle das Pigment. Das umliegende Hautgewebe reagiert auf die extrem kurzen Laserschüsse nicht und bleibt „unverletzt“.

Man nennt dieses Verfahren „selektive Photothermolyse“. Die Schockwelle des Lichts bewirkt eine photoakustische, mechanische Schädigung des Farbpigments durch den Laserschuss. Die Farbpigmente werden über Blutbahn sowie Lymphsystem abtransportiert. In den Lymphknoten bleiben von außen unsichtbar jahrelang Pigmentrückstände nachweisbar. Aus diesem Grund sollte bei einer Allergie gegen Tattoo-Farben keine selektive Photothermolyse erfolgen – die Allergie verlagert sich sonst u.U. von der Haut in die Lymphknoten.

Eine Photothermolyse ist möglich bei zahlreichen Pigmenten in der Haut, z.B. Tusche, Tattoofarben, Melanin-Pigment, Teer, Pulverschmauch, Kohle, Metallen, dunklen Hautflecken (Lentigines, Nävus Ota, Cafe au lait-Flecken; Nävus spilus, Becker-Nävus, Melasma, postentzündliche Hyperpigmentierungen) und Schmutzeinsprengungen (z.B. durch Unfälle mit Feuerwerkskörpern) und nicht zuletzt bei Permanent Make-Up.

Seine Impulsdauer liegt im ultrakurzen Nanosekunden-Bereich. Der nd-Yag-Laser arbeitet mit einer Wellenlänge von von 532 und 1064 nm. Beide entfernen sehr zuverlässig die meisten dunklen Pigmente (blau, schwarz), also die meisten einfarbigen schwarzen Tribals, Biomechanics, vor allem auch die Laientätowierungen. Auch rote und grüne Pigmente lassen sich entfernen – meistens.

Trotz aller gegenteiligen Werbeaussagen der Hersteller von Lasergeräten, können farbige Zeichnungen nicht sicher entfernt werden. Besonders gelbe und orangefarbene Pigmente lassen sich mit keinem der heute entwickelten Laser wirklich gut entfernen.

Altersflecken lassen sich meist mit einer oder zwei Laserbehandlungen im Abstand von ca. 4-6 Wochen entfernen. Tätowierungen benötigen immer mehrere Behandlungen – je nach Farbe können ca. 4-15 Behandlungen notwendig sein.

Die Vielzahl der Behandlungen resultiert aus dem Prinzip der selektiven Photothermolyse: bei jeder Sitzung wird ein Teil des Pigments zerstört. Der Körper benötigt Zeit, um den „Bauschutt“ des zertrümmerten Pigments abzuräumen. Erst danach hat der Laser wieder „freie Sicht“ auf das Restpigment und kann die nächste Pigmentschicht gezielt zerstören. Die Tätowierung wird pro Sitzung immer blasser und verschwommener.

Seit 2013 werden in Deutschland sog. ultragepulste Laser gegen Tätowierungen erprobt. Es handelt sich dabei um den Picosure Laser (Picosekunden-Laser auf Alexandritlaser-Basis, Fa. Cynosure) und Revlite Laser (ultragepulster Q-Switch Laser), sowie Elnighten-Laser (Fa. Cutera, Picosekundenlaser, zz nur USA).

Bei diesen Geräten wird die Laserimpuls-Dauer weiter verkürzt, um den Effekt auf das Pigment zu verstärken und die Nebenwirkungen zu vermindern. Diese neuen Techniken werden in Zukunft die Tattooentfernung wohl verbessern. Die euphorischen Erwartungen der ersten Monate scheinen aber übertrieben gewesen zu sein.

Auch mit diesen Lasern sind fast immer viele Lasersitzungen notwendig. Da der Anschaffungspreis der Geräte noch sehr hoch ist, ist eine wirtschaftliche Behandlung damit zur Zeit nicht möglich. Die Anwendung in Deutschland erfolgt daher bisher nur innerhalb wissenschaftlicher Studien.

Alle beschriebenen Behandlungen sind auch bei Time-Tattoo, misslungenen Permanent Make-up oder Schmutztätowierungen anwendbar.

Die Laserbehandlung mit dem gütegeschalteten Laser schmerzt immer ein wenig. Die individuelle Schmerzempfindlichkeit und die behandelte Körperstelle sind entscheidend. Man kann den Schmerz vergleichen mit dem Schnippen eines Gummibandes gegen die Haut. Manche Patienten finden den Schmerz weniger unangenehm als das Tätowieren selbst, andere leiden deutlich beim Lasern.

Bei Bedarf arbeiten wir mit einer schmerzlindernden Creme, einer örtlichen Betäubung oder einem Schmerzmittel. Tätowieren selbst ist aber schmerzhafter als die Laserbehandlung. Da Betäubungscremes nur teilweise wirksam sind, die optischen Eigenschaften der Haut verändern und manchmal die Behandlung erschweren, verzichten wir meist darauf.

Die Kosten dieser Behandlung werden nicht von den Krankenkassen übernommen – Ausnahmen sind möglich. Private Krankenkassen erstatten die Kosten zuweilen auf Antrag. Die Kosten einer Lasersitzung beginnen bei etwa 100 Euro pro Sitzung für einzelne Flecken oder sehr kleine Tattoos; sie können aber auch deutlich höher liegen.

Nach der Behandlung fühlt sich die Haut entzündet an, ähnlich einem Sonnenbrand. Empfehlenswert ist es daher, die Haut zu kühlen – durch Ventilator, Fächer oder Gelkissen.

Während und nach der Behandlung kann die Haut gerötet und geschwollen sein. Auch Bildung von feinen Krusten ist möglich, bei sehr starker Reaktion der Haut auch Blasenbildung. Selten sind Dunkel- oder Hellfärbung der Laserareale oder Infektionen (z.B. mit Herpesviren und Bakterien).

Im Normalfall ist die Laserbehandlung narbenlos. Entscheidend für ein gutes Ergebnis sind Erfahrung unserer Expertin, aber auch das verantwortungsvolle Verhalten vor und nach dem Eingriff. Vor allem Sonne und Solarium sollte man vor und nach dem Lasereingriff meiden, um unschöner Fleckbildung vorzubeugen. Aspirin, Acetylsalicylsäure und andere blutverdünnende Medikamente müssen eine Woche vorher abgesetzt werden, um Blutergüsse zu vermeiden.

In den Tagen nach dem Lasern sollte man die behandelten Stellen trocken und sauber halten. Duschen ist möglich, aber Schwimmen und Saunen unerwünscht. Die Haut ist zwar meist unverletzt, aber die Infektionsgefahr ist erhöht. Infektionen könnten zur Narbenbildung führen.

Nach einer vollständigen Farbentfernung kann die Tätowierung manchmal als helles Nachbild (Hypopigmentierung) angedeutet bleiben. Das kommt dadurch zustande, dass neben dem Tattoo-Pigment auch das braune Farbpigment der Haut ungewollt entfernt worden ist. Dieser Effekt lässt sich auch nicht sicher verhindern, da das Tätowierungspigment in der Haut immer unter den Hautzellen liegt, die das natürliche braune Hautpigmenten bilden.

Auf dem Weg zur Tätowierung wird deshalb der braune Hautfarbstoff u.U. ebenfalls beeinflusst. Aus diesem Grund sollte man – wie bei jeder Laserbehandlung – die Haut bis zum Ende sämtlicher Laserbehandlungen vor Sonne und Solariumlicht schützen – je weniger braun die Haut ist, umso besser schlüpft das Laserlicht an den Pigmentzellen vorbei.

Pflaster oder Kleidung sind idealer UV-Schutz. Bei gebräunter Haut ist das Risiko einer unerwünschten Aufhellung viel größer. Hypopigmentierungen / Hellfärbungen sind nahezu immer vorübergehend. Die unerwünschte Dunkelfärbung (Hyperpigmentierung) ist eher selten und am ehesten an der Innenseite der Unterarme zu erwarten.

Laserstrahlen dringen nur wenige Millimeter in die Haut ein und haben prinzipiell keinen Einfluss auf innere Organe oder ungeborene Kinder. Trotzdem behandelt man im allgemeinen keine Schwangere und Stillende – aus prinzipieller Vorsicht, auch wenn es keinerlei wissenschaftliche Hinweise auf eine wie auch immer geartete Gefährdung eines ungeborenen Kindes gibt. Glücklicherweise ist es völlig unproblematisch, die Behandlung für einige Monate zu unterbrechen. Das Endergebnis wird durch eine Pause nicht schlechter.

Gegen eine selektive Photothermolyse spricht es, wenn eine Allergie gegen einen Tätowierungsfarbstoff besteht. Hier sollte man eher eine andere Art der Entfernung wählen (Erbiumlaser, Operation….).

Strahlenschäden im Sinne von radioaktiver Belastung gibt es bei dermatologischen Lasern nicht, weil mit einer völlig anderen Lichtart, Wellenlänge usw. gearbeitet wird als bei Röntgenstrahlen. Seit den 60iger Jahren wird mit Lasern in der Dermatologie experimentiert und gearbeitet.

Die heute verwendeten Lasergeräte sind zwar erst vor wenigen Jahren von den Herstellerfirmen anwendungsreif entwickelt worden. Trotzdem kann man aufgrund der physikalischen Eigenschaften des Laserlichts und jahrelangen Erfahrungen Langzeitnebenwirkungen ausschließen.


Beratungstermin in unserer Praxis

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne in meiner Praxis zur Verfügung.